Leitbild

Die Wilhelmschule ist ein Haus des Lernens. Sie will - und das ist ihr Leitgedanke - ermutigend erziehen. Sie möchte alle Schüler je nach ihren individuellen Voraussetzungen fördern, grundlegende Fähigkeiten und Fertigkeiten sowie Kenntnisse vermitteln. So soll an die Möglichkeiten des einzelnen Schülers angeknüpft werden, um ihn weiter zu bringen. Die Grundschule sieht es als ihre Aufgabe an, die Lernfreude der Kinder zu wecken und zu erhalten. Sie will Kinder zu selbstständigem und verantwortungsbewusstem Denken und Handeln befähigen. Die Schule ist ein Ort, an dem die Schüler zugleich leben, lernen und wichtige Erfahrungen sammeln.

Um diesem pägagogischen Anspruch gerecht zu werden, muss sich die Schule auf die sich ständig verändernde Gesellschaft einstellen. Offene Unterrichtsformen ermöglichen jedem Schüler, zwischen verschiedenen Lernangeboten zu wählen, auf unterschiedlichem Niveau zu arbeiten und die Ziele auf verschiedenen Wegen und in unterschiedlicher Zeit zu erreichen. In Phasen der Plan- und Freiarbeit wechseln Anspannung und Entspannung einander ab. Jedes einzelne Kind wird nach seinen Möglichkeiten gefordert und entsprechend individuell gefördert. So erlebt jeder Schüler Lernen durch Erfolg.

Seit 1995 wird an der Wilhelmschule auch an Computern gearbeitet. In jedem Klassenraum stehen Internet taugliche Rechner, mit denen die Schüler den richtigen Umgang mit dem neuen Medium lernen können. Im Unterricht werden die Computer-Programme neben vielen anderen Medien eingesetzt. Die Kinder arbeiten allein oder erproben mit Partnern gemeinsam neue arbeitsteilige Aufgaben. Um die verschiedenen Unterrichtsformen kindgerecht durchführen zu können, werden die Klassenräume mit Lese- und Spielecken, Computerecken und Regalen für Arbeitsmaterial sowie Platz für Gesprächskreise ausgestattet. Je nach Jahreszeit oder Unterrichtsthema wird jeder Klassenraum zusätzlich mit Schülerarbeiten gestaltet.

Erfolgreich Lernen gelingt oft besonders gut durch das soziale Miteinander in Partner- und Gruppenarbeit. Wenn mehrere Schüler an einer Sache arbeiten, sich gegenseitig helfen, so ist der gemeinschaftliche Erfolg eine schöne Sache. Auch der Morgenkreis, das gemeinsame Frühstück, gemeinsames Singen und Musizieren und viele Spiele eignen sich, jeden Schüler zu einem verantwortlichen Menschen in der Gemeinschaft zu erziehen.

Auch Patenschaften fördern soziale Verantwortung. Am Anfang eines jeden Schuljahres übernehmen Schüler des 2. und 3. Schuljahres die Patenschaft für die Eingangsklassen. Die Paten helfen den Schulneulingen, sich in der neuen Umgebung zurechtzufinden und die "Gewohnheiten" kennen zu lernen.

Die Integration ausländischer Schüler ist uns ein wichtiges Anliegen. Im Einzugsbereich der Wilhelmschule wohnen türkische, portugiesische, jugoslawische, libanesische, englische und holländische Kinder, die unsere Schule besuchen. Der Abbau von Fremdenfeindlichkeit soll von der Schule mitgeleistet werden und ist ein erklärtes Ziel unseres Miteinanders. Die deutschen Kinder lernen durch die tägliche Begegnung mit den ausländischen Mitschülern fremde Kulturen, Sprachen und Gebräuche kennen, und sie machen die Erfahrung, welch gewaltige Anstrengung ein ausländisches Kind vollbringen muss, die deutsche Sprache zu erlernen.

Wenn der Unterricht in der Grundschule erfolgreich sein soll, so darf der nicht einseitig sein; das Lernen mit Kopf, Herz und Hand ist gefragt. Handlungsorientiertes und kognitives Vorgehen unter Berücksichtigung aller Sinne lässt sich besonders im fächerübergreifenden, projektorientierten Unterricht erreichen. Neben den vielen klasseninternen Projekten bietet die Schule den Schülern auch immer wieder jahrgangsübergreifende Projekte an. Projekte wie "Frühlingstag", "Herbsttag", "Europa", "Bücher", "Entdeckungsreisen", "Afrika", wurden in den letzten Jahren von den Schülern mit viel Begeisterung und Einsatz angenommen.

Schulleben ist mehr als Unterricht im Klassenraum. Deshalb gehören zum Schulalltag auch gemeinsame Unternehmungen und Feste. Der Unterricht bietet eine Reihe von Themen, die geeignet sind, den Klassenraum zu verlassen und an Ort und Stelle konkrete Erfahrungen zu sammeln, Unterrichtsgänge in die Natur zu verschiedenen Jahreszeiten fördern das Lernen mit allen Sinnen. Nicht zuletzt bietet die Stadt Emsdetten selbst vielfältige Objekte, den Heimatort besser kennen zu lernen.

Fester Bestandteil in jedem Schuljahr sind Wanderungen und Ausflüge. Die jungen Schüler erwandern ihre nährere Umgebung oder besuchen den Tierpark in Rheine. Im 3. Schuljahr stehen - als Begleitung zum Sachunterricht - Fahrten in unseren Kreis Steinfurt , ein Sagenspaziergang, ein Besuch des Wannenmachermuseums oder der Besuch beim Kartoffelbauern auf dem Programm. Das 4. Schuljahr unternimmt Ausflüge ins Münsterland, Sauerland oder Ruhrgebiet. Außerdem steht im Laufe der Grundschulzeit eine mehrtägige Klassenfahrt an. Die Schüler übernachten dann in einer Jugendherberge oder einem Schullandheim.

Schon vom ersten Schuljahr an ist es üblich, dass die einzelnen Klassen mit ihren Eltern und auch Geschwistern mindestens einmal pro Jahr gemeinsame Ausflüge (Wanderungen, Radtouren, Kanutouren) unternehmen. Immer wieder finden auch gemeinsame Spiel- und Bastelnachmittage statt.

Einen besonderen Reiz hat es für die Schüler, wenn sie einmal in der Schule übernachten dürfen, z.B. im Rahmen einer Lesenacht. Die besondere Gestaltung der Advents- und Weihnachtszeit ist ein traditioneller Höhepunkt im Schuljahr. Jeder Schüler erlebt während seiner Grundschulzeit mindestens eine Nikolaus-, Advents- oder Weihnachtsfeier. Schon über 20 Jahre findet regelmäßig eine Hilfsaktion zugunsten bedürftiger Menschen im In- und Ausland statt. Diese Aktion wird von den Lehrern, Schülern und Eltern tatkräftig unterstützt. Als Beispiel seien hier die Paketaktionen nach Rumänien und Petersburg angeführt oder das Päckchen-Packen für die Emsdettener Tafel.

Eine bewährte Tradition an der Wilhelmschule ist die Karnevalsfeier, die jeweils auf Weiberfastnacht stattfindet. Alle Schüler und Lehrer feiern gemeinsam mit einem Programm in der Pausenhalle. Höhepunkt dieser Veranstaltung ist das Erscheinen des Stadtprinzen mit den Damen des Elferrats.

Neben dem wöchentlichen Schulsport und dem Schwimmunterricht werden alljährlich auch besondere sportliche Wettkämpfe abgehalten. Bei den Bundesjugendspielen zeigt jedes Kind sein sportliches Können und wird mit einer Urkunde belohnt. Bei den Spaßolympiaden ist besonderes Geschick gefragt. Hier soll die Freude an der Bewegung im Mittelpunkt stehen.

Die Schüler des 4. Jahrganges aller Emsdettener Grundschulen treffen sich immer im Frühsommer zum Hollinger Völkerball- und Fußballturnier. Während die Jungen ihr fußballerisches Können beweisen, zeigen die Mädchen ihren Einsatz beim Völkerball. Daneben darf jeder Schüler auch seine Geschicklichkeit beim Fahrradturnier auf die Probe stellen. Am Schluss gibt es Pokale für die erfolgreichen Mannschaften.

Jeder Wilhelmschüler besucht mindestens ein- bis zweimal während der Grundschulzeit ein Theaterstück, Z.B. in Stroetmanns Fabrik oder im Stadttheater in Münster. Auch die Freilichtbühne in Reckenfeld ist häufiges Ziel einzelner Klassen. Darüber hinaus zeigen auch einzelne Künstler ihre kindgemäßen Programme in unserer Schule. Kinderbuchautoren wie Christa Zeuch, Anne Steinwart und Knister haben unsere Schüler schon begeistert und zum Lesen angeregt und Oliver Steller konnte sie mit Gedichten in seinen Bann ziehen.